| authors | Boekestijn, A.J. |
| source | Jahrbuch 2004 Themenheft Europapolitik seit 1945, Zentrum fur Niederlande-Studien, (2005), pp. 93-109 |
| full text | [Full text]
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| publisher | Aschendorff Verlag |
| document type | Article in proceedings |
| disciplines | Geschiedenis |
| abstract | In den letzten Jahren mußten sich die Bündnispartner der Niederlande an
schrille Töne im Hinblick auf die niederländische Europapolitik gewöhnen.
Das Image der Niederlande als verläßlicher EU-Partner war ins
Kreuzfeuer geraten, und in einigen europäischen Hauptstädten runzelte man
darüber die Stirn. Vor allem der inzwischen verstorbene Pim Fortuyn hielt
sich mit drastischen Äußerungen nicht zurück. Seine Kritik galt nicht nur der
in seinen Augen schlecht vorbereiteten großen Erweiterung der EU, die seiner
Meinung nach das Ende der Union bedeuten könnte, sondern auch dem
föderalistische Ideal im allgemeinen. Letzteres hielt er schlichtweg für unrealistisch.
Schließlich war er ebenso wie die niederländische Regierung nicht mit
den relativ hohen Netto-Zahlungen der Niederlande an die EU einverstanden.
Das waren für die Niederlande in der Tat neue Töne. Traditionell dominierten
sowohl im Parlament als auch in Teilen des Kabinetts föderalistische
Stimmen. Daß diese föderalistische Haltung häufig instrumentalisiert wurde,
war aber auch ausländischen Beobachtern nicht entgangen. Man versteckte
dahinter geschickt, daß die Niederlande, als kleines Handelsland, den gemeinsamen
Markt in erster Linie dazu nutzten, den Nachbarn ihre Tomaten zu
verkaufen. |
| keywords | Culturele activiteiten, Literary theory, analysis and criticism, Overig maatschappelijk onderzoek, Specialized histories (international relations, law) |